aa Evangelische Kirchengemeinde St. Tönis
Evangelische Kirchengemeinde St. Tönis

Eröffnung des neuen Gemeindezentrums

 

Am Sonntag, 13. März 2016, wurde unser neues Gemeindezentrum feierlich eröffnet. Rund 700 Gemeindeglieder und Gäste haben diesen Tag mit uns gefeiert und die neuen Räume besichtigt. Dieses Haus soll nun eine Anlaufstelle und ein Heim für die Gemeinde und die St. Töniser Öffentlichkeit sein.

 

Erneuerung Gemeindezentrum


Der Endspurt hat begonnen, der Countdown läuft

 

Gleich nach Neujahr wurde für alle Beteiligten die Schlussphase im Bauprojekt eingeläutet. Für alle Außenstehenden auch daran erkennbar, dass die Kirche an drei Sonntagen im Januar für Gottesdienste nicht zur Verfügung steht. Grund sind neben der Herstellung der Verbindungstüren zwischen Christuskirche und Neubau die vom Presbyterium beschlossenen Renovierungsarbeiten in der Kirche. Sie erhält einen neuen Innenanstrich, nachdem Feuchtigkeitsschäden im Bereich des Turmes ausgebessert wurden und die drei Türen zum neuen Gemeindezentrum ebenso beigeputzt wurden wie die in der Höhe gekürzten drei Fenster im vorderen Bereich des Kirchraumes.

Die Vorreinigung des Neubaus, Malerarbeiten im Gesamtkomplex, der Einbau von Möbeln in der Küche und im Jugendbereich, die Installation von Leuchten und Sanitärobjekten sowie die Schlussbehandlung des Terrazzobodens sind die Hauptaufgaben, bevor zum Abschluss die Endreinigung, die Montage der Vorhänge und die Anlieferung der neuen Tische und Stühle erfolgen kann.

Die aufsichtliche Bauabnahme schließt das Neubauprojekt vorläufig ab, bevor Architekt, Bauleitung und Projektsteuerer im Rahmen der Einweihungsfeier am 13. März 2016 den obligatorisch überdimensionierten Schlüssel als Symbol der Fertigstellung des Neubaus an die Gemeinde übergeben können.

Dank sorgfältiger Vorbereitung und realistischer Planung in Verbindung mit einer professionellen Projektsteuerung ist es gelungen, die am 14. September 2016 in der Gemeindeversammlung vorgestellten wesentlichen Eckdaten einzuhalten:

 

  Plan aktueller Stand
Baubeschluss Presbyterium 02.10.2014 02.10.2014
Abbruch Pfarrhaus 13.11.2014 01.12.2014
Baubeginn 04.05.2015 14.04.2015
Fertigstellung Neubau 26.02.2016 26.02.2016
Projektkosten 1.899.000 € 1.832.514,07 €


Die aktuellen Projektkosten enthalten noch nicht den Aufwand für Abriss und Entsorgung des bestehenden alten Gemeindezentrums sowie für die Wiederherstellung des Geländes.

Derzeit bleibt noch offen, ob und wann der ursprünglich für Mai/Juni 2016 vorgesehene Rückbau tatsächlich erfolgen kann.

Nachdem die Stadt Tönisvorst Interesse an einer Anmietung des Gebäudes zwecks vorübergehender Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern signalisiert hat, laufen derzeit zwischen den Beteiligten Gespräche und Verhandlungen mit Blick auf eine für beide Seiten tragbare Umsetzung eines solchen Vorhabens.

Das Presbyterium hat im Dezember 2015 grünes Licht für die Aufnahme konkreter Verhandlungen gegeben und die Grundlagen beschlussmäßig spezifiziert. Ziel der Stadtverwaltung wäre es, das Gebäude so herzurichten, dass ab Mai/Juni 2016 eine Inbetriebnahme als Unterkunft für Flüchtlinge erfolgen könnte.

Der sofortige Abriss ist derzeit allerdings noch eine bindende Bedingung der vorliegenden Genehmigung für den Neubau. Der deswegen eigentlich spätestens im Februar zu stellende Abrissantrag wird nun allerdings solange zurückgestellt, bis über das Vorhaben für beide Seiten verbindlich entschieden ist.

10. Januar 2016
Harald Ohlmeier, Baukirchmeister

 

Nach dem "Deckenfest" im August:

Der Innenausbau läuft auf Hochtouren

 

Der Polier des Rohbauunternehmens sprach am 14. August 2015 beim Richtfest - mangels Dachstuhls flugs umbenannt in Deckenfest - auf der Gebäudedecke stehend den traditionellen Richtspruch, zerschmetterte - der guten Tradition weiter folgend - auf dem harten Beton der Geschossdecke ein volles Schnapsglas und wünschte auf diese Weise dem Gebäude selbst, der Kirchengemeinde als Bauherrin sowie allen künftigen Nutzern Gottes reichen Segen. Hoch über dem Rohbau schwebte am Ausleger des Baukrans weithin sichtbar ein prachtvoller Richtkranz, den der Bauunternehmer gestiftet hatte.

Architekt, Planer, Handwerker, Mitarbeitende der Gemeinde, Mitglieder des Presbyteriums und Gemeindemitglieder waren zahlreich gekommen, um bei diesem Meilenstein im Projekt dabei zu sein. Linda Hirt, die Vorsitzende des Presbyteriums, lud nach der Begrüßung und dem offiziellen Teil bei strahlendem Sonnenschein zu einem Umtrunk ein. Die Kochgruppe sorgte mit einer leckeren Gulaschsuppe für die notwendige Grundlage.

So vorbereitet und gestärkt konnten alle beteiligten Gewerke zu Beginn der darauffolgenden Woche ihre Arbeit fortsetzen. Der Durchbruch vom Neubau zur Christuskirche hin ist inzwischen erfolgt. Die drei Öffnungen von jeweils etwa 1,60 m Breite verbergen sich für die Gottesdienstbesucher noch hinter der hochaufragenden Staubschutzwand. Auf Seiten des Neubaus sind die mächtigen Doppel-T-Träger aus Stahl zu erkennen, die das über den Türöffnungen liegende Mauerwerk sowie das Dach der Christuskirche abstützen.

Fenster und Türen waren bereits im September eingebaut. Die Rohinstallationen für Lüftung, Heizung und Sanitäranlagen folgten, bevor der Innenputz Anfang Oktober aufgebracht werden konnte. Simultan wurde das Dach mit dicken Schaumstoffplatten vollständig isoliert und endgültig mit einer weiteren Folie abgedichtet.

Bevor der Estrich eingebracht werden konnte, mussten auch die Bodenplatte isoliert und die Rohre der Fußbodenheizung verlegt werden. Anschließend ging es Schritt für Schritt weiter mit dem Terrazzoboden, den Innentüren und  der weiteren technischen Installation, bevor es dann an den Endausbau mit Schreinerarbeiten und Fertiginstallationen gehen kann.

Noch vor dem Winter soll die Neugestaltung der Außenanlagen im direkten Umfeld von Christuskirche und Neubau begonnen werden. Spätestens dann wird auch der Raum vor der Christuskirche zur Baustelle. Dabei steht das „Jubiläum 50 Jahre Eigenständigkeit der Gemeinde“ am 1. Advent im Fokus aller am Bau Beteiligten, so dass dieser Höhepunkt des Jahres 2015 mit Festgottesdienst, Empfang und abendlichem Festkonzert - von Bauarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt - angemessen gefeiert werden kann.

Im Dezember starten bereits die Malerarbeiten und werden bis Mitte Januar 2016 abgeschlossen sein. Mängelbeseitigung, Baureinigung und Abnahme des Bauwerkes schließen das Projekt bis etwa Mitte Februar vorläufig ab, so dass die Einweihung im März 2016 erfolgen kann. Das neue Gebäude wäre dann, vorausgesetzt alles läuft terminlich und finanziell auch weiterhin wie geplant, nach nur rund 12 Monaten reiner Bauzeit bezugsfertig. Aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht: Der 1. Spatenstich erfolgte am 14. April 2015!

11. Oktober 2015
Harald Ohlmeier, Baukirchmeister

 

Nach der Grundsteinlegung im Mai:

Die Gebäudehülle steht und ist regendicht...

 

Bereits die mit viel Stahl bewehrten und fachmännisch eingeschalten Fundamente machten die Ausmaße des künftigen Neubaus auch für alle interessierten Laien deutlich. Selbst diejenigen, die mit Plänen und Zeichnungen nicht wirklich zurechtkommen, konnten schon im April auf der Baustelle erkennen, wo das neue Gemeindezentrum in seiner ganzen Ausdehnung und Anbindung an die Christuskirche zu stehen kommt.

Am 11. Juni 2015 wurde die komplette Bodenplatte gegossen, so dass in der folgenden Woche die Grundsteinlegung mit einer Andacht, Ansprachen und mit dem Einmauern einer Zeitkapsel an einer sehr zentralen Stelle des Gebäudes beim anschließenden Umtrunk auf festem, trockenen Grund im „künftigen Gemeindesaal“ gefeiert werden konnte.

Zügig wurden die Innenwände eingemessen und aufgerichtet. Die im Betonfertigteilwerk in Mönchengladbach vorgefertigten Elemente der Außenfassade konnten, wie im Terminplan vorgesehen, ab dem 2. Juli 2015 auf Tiefladern angeliefert, mittels Baukran und zusätzlichem Autokran entladen und auf der Bodenplatte Stück für Stück montiert werden. Insgesamt 31 Einzelteile, jeweils bis zu 14,5 Tonnen schwer, mussten von zwei Seiten an die Baustelle herangebracht und auf der Bodenplatte auf den Millimeter genau einpasst und standsicher befestigt werden. Ein notwendiger Schwenk der größten und schwersten Teile über das Dach der benachbarten Grundschule konnte aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen erst erfolgen, nachdem auch die Kinder der Ferienbetreuung in der OGS das Schulgebäude verlassen hatten.

Trotz tropisch anmutender Hitze mit Temperaturen von 38° C im Schatten hatten die vier Männer des Montagetrupps, ein Kranführer für den 170 t-Autokran und zwei LKW-Fahrer für die Tieflader das Werk in nur zwei (!!!) Arbeitstagen vollbracht. Am Samstagmorgen, 4. Juli 2015, konnte der Unterzeichner das in seinen Außenwänden komplett fertige Gebäude mit großer Zufriedenheit in Augenschein nehmen.

Als nächste Schritte erfolgen im Juli / August die Herstellung der Geschossdecke, ebenfalls mit vorgefertigten sogenannten Filigrandeckenelementen und nachfolgend die Dachdeckerarbeiten. Damit wird das Gebäude als unabdingbare Voraussetzung für den weiteren Ausbau von oben regendicht.

Die somit fast abgeschlossenen Rohbauarbeiten sollen mit einem „Richtfest“ gewürdigt werden, das mangels Dachstuhl vom Vorbereitungsteam in „Deckenfest“ umbenannt wurde. Dieses Fest ist üblicherweise für die Bauherrin die Gelegenheit, sich auch bei den bis dahin beteiligten Handwerkern für die geleistete Arbeit zu bedanken und mit ihnen sowie allen anderen Beteiligten und Interessierten auf ein gutes Gelingen anzustoßen.

Der noch zu den Rohbauarbeiten zählende Durchbruch zur Christuskirche wird nach innen möglichst staubsicher abgeschirmt. Eine feste Schutzwand ragt im Bereich des Durchbruchs maximal einen Meter in den Kirchenraum hinein. Sie wird bis kurz vor der endgültigen Fertigstellung des Gemeindezentrums stehen bleiben müssen, und so auch in der Advents- und Weihnachtszeit, als unübersehbar störendes Element das Projekt für jeden Besucher des Kirchraumes erkennbar in den Blick rücken.

Diese zeitlich begrenzte echte optische Störung ist neben der auch dauerhaft veränderten Sicht auf die linke Fensterfront und den Altarraum der unabdingbare „Preis“ für die allseits angestrebte direkte Verbindung zwischen Kirchraum und dem neuen Gemeindezentrum. Ein Preis, der mit Blick auf die Architektur der Christuskirche nur wenigen Kritikern bei der Beschlussfassung zur Gestaltung des Durchbruchs als zu hoch erschien. Hoffen wir gemeinsam mit Planern und Architekten, dass nach Fertigstellung die überwiegend positive Zustimmung zum Projekt innerhalb der Gemeinde trotzdem erhalten bleibt.

04. Juli  2015
Harald Ohlmeier, Baukirchmeister

 

Wir sind im Plan ...

Der Abriss des Pfarrhauses, die Rodung des Gartens und die weitere Vorbereitung der Baustelle konnten planmäßig noch im Dezember des Vorjahres, rechtzeitig vor Weihnachten, beendet werden. Die künftige Baustelle ist räumlich festgelegt. Ein Bauzaun und ein Container zur Zwischenlagerung gemeindeeigenen Materials markieren jetzt das Gelände.

Der bisherige direkte Weg zwischen Christuskirche und Gemeindezentrum bleibt damit bis zur Fertigstellung der Außenanlagen unterbrochen. Die kürzeste Verbindung führt vorübergehend nur über das Schulgelände. Nach kurzer Eingewöhnung und mancher Diskussion zwischen Passanten und dem Abbruchunternehmer Griese aus St. Tönis, der schon aus Sicherheitsgründen den Durchgang verwehren musste, haben sich inzwischen alle an den Zustand gewöhnt. Der Nachbar im Norden hat gleich noch die Gelegenheit genutzt, ein kleines Nebengebäude im hinteren Teil seines Gartens mit abreißen zu lassen, ohne dass der Bagger längs durch seinen ganzen Garten fahren musste.

Der Bauantrag konnte wie vorgesehen Ende Oktober beim Bauamt der Stadt Tönisvorst eingereicht werden und wird seither dort bearbeitet. Simultan laufen die Detailplanungen bei Architekten und Ingenieurbüros, während der Feiertagsruhe zum Jahreswechsel nur kurz unterbrochen, auf Hochtouren weiter. Mit Blick auf das Gebäude selbst, die technische Ausrüstung, die Statik und den Brandschutz gilt es umfangreiche Dokumentationen und Berechnungen zu erstellen. Monatliche Planungsbesprechungen der Beteiligten unter Einbindung der Projektverantwortlichen der Bauherrin begleiten den Prozess und ermöglichen kurze Entscheidungswege.

Leistungsverzeichnisse für alle Gewerke werden zur Vorbereitung der Ausschreibungen sukzessive bearbeitet und abgeschlossen. Für mehr als 15 Einzelgewerke sind Bieterlisten mit jeweils mindestens drei potentiellen Anbietern (möglichst aus der Region) vorzubereiten. Dabei wird das Presbyterium mit seinen Vorstellungen einbezogen.

Die ersten Ausschreibungsunterlagen sollen Anfang Februar 2015 versandt werden. Nach Ablauf der Ausschreibungsfristen sind die Gebote zu sichten, technisch zu analysieren und gemäß vorher festgelegten Kriterien zu bewerten. Das Presbyterium hat das Verfahren zur Auftragsvergabe in Übereinstimmung mit den Vorgaben der kirchlichen Vergabeordnung im Detail festgelegt und beschlossen.

Nach wie vor ist davon auszugehen, dass mit den Arbeiten am Neubau im April / Mai 2015 begonnen werden kann. Erste Schritte sind die noch ausstehenden Erdarbeiten und die Herstellung von Fundamenten mit der selbsttragenden Bodenplatte. Es folgen die Anlieferung und Montage der Fertigteilelemente zur Errichtung der Außenwände. Das wird angesichts der Platz- und Raumverhältnisse die nächste größere Herausforderung. Die Tieflader und schweren Kräne sind nicht nur für technisch Interessierte ein in St. Tönis sicher nur selten „live erlebbares Schauspiel“. Es bleibt also spannend…

09. Januar 2015

Harald Ohlmeier - Baukirchmeister

 

So geht's weiter ...


 Die Gemeindeversammlung hat am 11. September 2014 bei reger Beteiligung das Projekt nach übereinstimmender Auffassung der anwesenden Mitglieder des Presbyteriums positiv aufgenommen.

Die ausführliche Präsentation der beiden Kirchmeister bot für Gemeindemitglieder, Nachbarn und Gäste die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zum Projektstand zu machen. Der Planungsstand zum Gebäude, zu den wesentlichen Ausstattungsmerkmalen innen und außen, zum Grundriss und den Außenanlagen sowie die Kostenentwicklung und der Terminplan wurden anschaulich dargestellt. Für das Projekt sind nach dem aktuellen Stand der Kostenberechnung gemäß DIN 276 rund 1,9 Mio. Euro aufzuwenden, die komplett aus Eigenmitteln der Gemeinde finanziert werden können. Hier zahlt es sich aus, dass in der Gemeinde über Jahrzehnte sorgsam und verantwortungsbewusst mit Geld umgegangen wurde, so dass Haushaltsüberschüsse angesammelt werden konnten. Allein in den letzten 10 Jahren waren das mehr als 1,0 Mio. Euro. Um diese wichtige Zukunftsinvestition zu schultern, ist eine Kreditaufnahme für das Projekt somit nicht notwendig.

Die Projektkosten ergeben sich aus folgenden Einzelpositionen:

Baukosten                                                  1.123.445 €
Außenanlage (Neubau und Kirche)                101.819 €
Baunebenkosten                                           418.825 €
Ausstattung Gebäude                                     78.359 €
Abriss und Entsorgung                                  101.552 €
Kosten Architektenwettbewerb                       25.000 €
Reserve für Unvorhergesehenes                     50.000 €

Summe Projektkosten                    1.899.000 €

 

Das Presbyterium hat am 2. Oktober 2014 den endgültigen Baubeschluss gefasst. Damit können alle notwendigen kirchlichen und kommunalen Genehmigungen eingeholt werden. Erster Schritt der konkreten Umsetzung wird ab etwa Mitte November 2014 der Abriss des Pfarrhauses und der beiden zugehörigen Fertiggaragen direkt neben der Christuskirche sein. Vor und während der Abbrucharbeiten durch ein ortsansässiges Fachunternehmen wird das Gebäude der Feuerwehr und der Suchhundestaffel nach Absprache unter den Beteiligten für Übungszwecke zur Verfügung stehen.

Der Neubau soll nach der Winterpause spätestens Anfang Mai 2015 begonnen werden, wenn alle Leistungsverzeichnisse erstellt und die notwendigen Ausschreibungen durchgeführt sind. Die Ausbauarbeiten und die Restrukturierung der Außenanlagen beginnen im Spätsommer, so dass Ende Februar 2016 ein neues Gemeindezentrum funktionsfähig zur Verfügung stehen sollte.

Anschließend erfolgt noch der Abriss des alten Gemeindezentrums mit der Wiederherrichtung des Grundstücks. Ziel ist es, das Projekt nach rund 30 Monaten Laufzeit noch während der Amtsperiode des aktuellen Presbyteriums bis Ende Mai 2016 abzuschließen.

6. Oktober 2014 Harald Ohlmeier - Baukirchmeister

 

 

Das Projekt nimmt Fahrt auf
 

Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs wurden der Gemeinde am 11. Mai 2014 vorgestellt. Die Entscheidung der Jury zum 1. Preis fand allgemein Zustimmung. Das Presbyterium schloss sich dem an und fasste den Beschluss, das Projekt mit dem Sieger des Wettbewerbs, dreibund Architekten aus Bochum, weiter voranzutreiben.

Gleichzeitig wurde auf Vorschlag des Baukirchmeisters mit unserem Gemeindemitglied Dipl.-Ing. Rudolf Thieme, einem der Geschäftsführer der Danielzik Baumanagement GmbH aus Gladbeck, ein professioneller Projektsteuerer eingesetzt. Das Presbyterium folgt damit einer dringenden Empfehlung der Landeskirche, die den Einsatz eines Projektsteuerers bei Bauprojekten ab € 500.000 vorsieht.

Eine kleine Arbeitsgruppe (AG) entwickelte in mehreren Runden über sechs Wochen einen Grundriss für den Neubau, der nach übereinstimmender Auffassung aller Beteiligten in der fünften Variante den Anforderungen der praktischen Arbeit gerecht wird. Erschwerende Vorgabe des Presbyteriums war, dass die Außenmaße des Siegerentwurfs aus Kostengründen nicht verändert werden sollten. Das vorliegende Ergebnis ist damit zwangsläufig ein Kompromiss, um den allseits hart gerungen wurde. Besetzt war die AG mit den verantwortlichen Hauptnutzern des Gemeindezentrums, nämlich der Leiterin Seniorenarbeit, dem Jugendleiter, dem Küster sowie der Vorsitzenden des Presbyteriums und dem Baukirchmeister. Fachlich unterstützt wurde sie vom Architekten und dem Projektsteuerer.

Die damit abgeschlossene Vorplanung wurde durch das Presbyterium am 3. Juli 2014 genehmigt. Das neue Gemeindezentrum wird direkt an die Christuskirche angebunden. Dafür muss das bestehende Pfarrhaus zurückgebaut werden. Es steht eine Nutzfläche von 592 m² zur Verfügung. Der umbaute Raum erreicht 2.423 m³.

Mit der Vorplanung hat das Presbyterium den von der Landeskirche vorgegeben Architektenvertrag beschlossen, der zur kirchenaufsichtlichen Genehmigung einzureichen ist. Der Baukirchmeister wurde ermächtigt, an das Architekturbüro und mehrere Fachplaner weiterführende Planungs- und Berechnungsaufträge der Leistungsphase 3 (LPH 3) nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zu vergeben. So sollen verlässliche Grundlagen für eine Kostenberechnung und den endgültigen Baubeschluss geschaffen werden.

Der vorliegende Rahmenterminplan sieht vor, dass das Presbyterium den Baubeschluss am 2. Oktober fasst. Vorher wird der Bauausschuss die Planungs- und Berechnungsdokumente sichten, beraten, bewerten und in einer Handlungsempfehlung für das Presbyterium zusammenfassen. Diese Handlungsempfehlung wird der Gemeinde und der allgemeinen Öffentlichkeit in einer Gemeindeversammlung am 14. September 2014 nach dem Gottesdienst, also noch vor dem endgültigen Baubeschluss des Presbyteriums, vorgestellt. Wenn anschließend alles planmäßig läuft, sollte der Neubau bis Ende Februar 2016 fertiggestellt sein.

Hintergründe zum Projekt

Das Projekt zur Erneuerung des Gemeindezentrums vollzieht sich in einem seit längerem erarbeiteten Gesamtkonzept zur Restrukturierung des Gebäudebestandes der Gemeinde, die sich damit nach übereinstimmender Auffassung im Presbyterium bestmöglich auf die sich abzeichnenden Herausforderungen künftiger Gemeindearbeit verantwortungsvoll vorbereitet.

Zum Gesamtkonzept gehört neben der Erneuerung des Gemeindezentrums auch die Aufgabe der beiden Pfarrhäuser, die in wesentlichen Komponenten sanierungsbedürftig sind. Das klassische Pfarrhaus als Mittelpunkt der Gemeinde neben der Kirche wird künftig immer weniger gefragt sein. Bei der Neubesetzung von Pfarrstellen auf einem sehr engen Bewerbermarkt von Pfarrerinnen und Pfarrern wird es künftig als Vorteil angesehen werden müssen, wenn potentiellen Bewerbern angeboten werden kann, gemeinsam mit der Gemeinde auf dem freien Wohnungsmarkt eine passende Immobilie zu suchen und so die jeweils aktuelle Familiensituation sehr flexibel und optimal zu berücksichtigen. Knappe Finanzmittel müssen damit nicht mehr auf Dauer in die Unterhaltung eines Gebäudebestandes fließen, der mittel- und langfristig nur noch eingeschränkt zielgerecht nutzbar sein wird.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich der vom Presbyterium bereits beschlossene Verkauf des einen Pfarrhauses an das Ehepaar Büscher-Bruch ebenso, wie der Rückbau des auch in ferner Zukunft kaum verkäuflichen Pfarrhauses direkt neben der Christuskirche, das derzeit von Pfarrer Schaeffer und seiner Frau genutzt wird.

Mit Pfarrer Schaeffer ist das Presbyterium bereits seit Projektstart im Oktober 2013 zum Thema vorzeitige Aufgabe des Pfarrhauses im Gespräch. Bekanntlich wird Pfarrer Schaeffer voraussichtlich Anfang 2016 pensioniert und müsste dann das Pfarrhaus ohnehin verlassen. Entgegenkommenderweise hat sich das Ehepaar Schaeffer zum Ende letzten Jahres bereit erklärt, schon vorher auszuziehen, wenn sich herausstellen sollte, dass das Pfarrhaus dem neuen Gemeindezentrum Platz machen muss. Das Presbyterium weiß das sehr zu schätzen.

Bekanntlich ist der „Ernstfall“ inzwischen eingetreten und auch die zwischenzeitlich intensivierte Suche nach einer angemessenen Dienstwohnung war erfolgreich, so dass die Eheleute Schaeffer das Pfarrhaus voraussichtlich bei Erscheinen diese Gemeindebriefes bereits verlassen und ihren Wohnsitz an den Haferkamp in St. Tönis verlegt haben werden.

Direkt nach dem für Anfang Oktober erwarteten Baubeschluss des Presbyteriums wird die Gemeinde die Anträge auf Genehmigung zum Abbruch des Pfarrhauses beim Kirchenkreis und bei der Kommune stellen, so dass der erste konkrete bauliche Schritt im Projekt Erneuerung des Gemeindezentrums noch in diesem Jahr bevorsteht.

Vorher wird der aktuelle Gebäudebestand insgesamt fotografisch im Detail erfasst, um auf diese Weise die weitere Entwicklung der gemeindlichen Infrastruktur in einer Dokumentation „Vorher/Nachher“ darzustellen und für spätere Generationen nachvollziehbar zu machen.

6. Juli 2014
Harald Ohlmeier - Baukirchmeister

 

 

Der Startschuss ist gefallen

 

Presbyterium fasst Grundsatzbeschluss zum Projektstart "Gemeinde-zentrum"

Die Resonanz der Gemeinde auf die Vorstellung des Projektes mit seinen Eckdaten im Rahmen der Gemeindeversammlung am 29. September 2013 war eindeutig positiv. Das werten die bisher mit dem Projekt befassten haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden als so deutlichen „Rückenwind“, dass es dem Presbyterium nach eingehender Beratung in seinen beiden letzten Sitzungen des Jahres 2013 leicht fiel, den Startschuss zum Projekt durch einstimmigen Beschluss zu geben.

Ein Zeitraum für Vorbereitung, Planung, Projektierung und Ausführung von knapp zwei Jahren erscheint derzeit realistisch. Die Gesamtkosten werden auf mindestens 1,5 Mio. Euro geschätzt.

Bei einer zu erwartenden reinen Bauzeit von wohl mindestens einem Jahr würden einige Aktivitäten der Gruppen und Kreise insbesondere im Bereich der Schwerpunkte Senioren- und Jugendarbeit Gefahr laufen, ganz „einzuschlafen“, wenn sie auch nur vorübergehend mangels Raumkapazität ausgesetzt werden müssten. Die Projektplanung insgesamt ist deswegen so auszulegen, dass für möglichst alle Aktivitäten hinreichend räumliche Kapazitäten, ggf. unter Inkaufnahme akzeptabler Einschränkungen, auch während der Bauzeit zur Verfügung stehen.

Das Projekt soll in mehreren Phasen umgesetzt werden. Dabei gilt, dass jede neue Phase einzeln durch einen weiteren Presbyteriumsbeschluss freigegeben werden muss.

In diesem Sinne wurde die Phase „Vorbereitung und Durchführung eines Architektenwettbewerbs“ zur Umsetzung freigegeben. Das schließt die Bereitstellung von Finanzmitteln zur Deckung der Kosten einschließlich der auszulobenden Preisgelder eines beschränkten Wettbewerbs ein, an dem fünf Architekten teilnehmen sollen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden mit allen Entwürfen und Vorschlägen öffentlich vorgestellt.

Erst nach dem Wettbewerb geht es an die konkrete Planung und die Kostenkalkulation als Grundlage für den dann endgültigen Baubeschluss des Presbyteriums und den nachfolgenden Genehmigungsprozess durch den Kreissynodalvorstand und die kommunalen Baubehörden. Das alles soll bis zum Herbst dieses Jahres erfolgt sein. Ziel der Verantwortlichen ist es, das Projekt bis zum Jahresende 2015 abgeschlossen zu haben.

14. Januar 2013
Harald Ohlmeier
- Baukirchmeister

 


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